Bauchdeckenstraffung

Sowohl eine erschlaffte Bauchhaut nach Schwangerschaften oder nach Gewichtsreduktionen als auch überproportionale Fettansammlungen im Bereich des Unter- und Oberbauches führen nicht selten zu gesundheitlichen Problemen. Vor allem im Sommer bei hohen Temperaturen kann es zu hartnäckigen Entzündungen in den Hautfalten kommen. Daneben kommt es auch zu seelischen und körperlichen Belastungen der betroffenen Personen. Spezielle Mieder und Korsetts können diese Disproportionen nur zeitweise und eingeschränkt verbergen. Auf den Gang in die Sauna bzw. das Baden „oben ohne“ wird in diesen Situationen häufig verzichtet.

Eine Entfernung des überschüssigen Hautfettgewebes mit zusätzlicher Straffung der Bauchdecke führt zu einer Wiedergewinnung der Akzeptanz des eigenen Körpers und hat somit in den meisten Fällen eine positive Auswirkung auf die Gesamtpersönlichkeit mit vitalerer Lebensführung.

Wann wird zu einer Bauchdeckenstraffung geraten?
Eine deutliche Verbesserung der Bauchkontur kann durch eine chirurgische Bauchdeckenplastik erreicht werden, wenn

  • sich die Haut nach extremer Gewichtsreduktion nicht oder nur ungenügend  zurückbildet
  • auf der Grundlage erheblicher Fettansammlungen ober- und unterhalb des Nabels eine „Fettschürze“ resultiert, die teilweise über die Genitalregion hinweghängen kann und neben dem unschönen Aussehen nicht selten unangenehme Erscheinungen wie Hautekzeme, Pilzinfektionen etc. hervorruft
  • nach einer oder mehreren Schwangerschaften die Bauchhaut zu stark überdehnt wurde bzw. die gerade Bauchmuskulatur sich nach der elastischen Dehnung nicht mehr in der Mittellinie vereinigt hat und somit unterhalb des Nabels ein „Kugelbauch“ entstanden ist
  • unschöne bzw. schmerzhafte oder eingezogene Narben nach einem Kaiserschnitt bzw. einer gynäkologischen Operation bestehen

Bei erheblichem Übergewicht mit generalisierter Fettansammlung muß einer Bauchdeckenplastik eine Gewichtsreduktion vorausgehen.

Die Krankenkassen lehnen diesen Eingriff mittlerweile fast immer ab, trotzdem haben Sie die Möglichkeit einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen und gegebenenfalls eine Prüfung durch den medizinischen Dienst zu erreichen. Im Falle einer Ablehnung besteht aber immer die Möglichkeit die Operation selbst zu bezahlen.

Erfolgsaussichten
Bei umschriebenen Fettansammlungen im Ober- und Unterbauch, bei überschüssiger bzw. erheblich faltiger Haut nach Gewichtsreduktionen bzw. unschönen Bauchkonturen nach Schwangerschaften führt der risikoarme operative Eingriff zu guten und sehr guten kosmetischen Ergebnissen. Um dies zu gewährleisten, wird dieser Eingriff bei uns von Fachärzten für plastische Chirurgie durchgeführt.

Der Erfolg ist in aller Regel dauerhaft. Entferntes Fettgewebe kann sich nicht an gleicher Stelle neu bilden. Bei einer Gewichtszunahme kommt es zu einer proportionalen Vermehrung des Fettgewebes.

Die Bauchdeckenkorrektur wird in einer Allgemeinnarkose durchgeführt, welche das Bewußtsein sowie die Schmerzempfindungen für den Zeitraum des operativen Eingriffes ausschaltet. Entsprechend der Absprache mit dem Narkosearzt wird einige Tage vor dem Eingriff eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Werte sollen Auskunft über den Zustand Ihrer Organe, Ihre Stoffwechselsituation bzw. Ihren Blutstatus geben. Unter Umständen ist eine Röntgen¬untersuchung Ihrer Lunge bzw. eine EKG-Untersuchung notwendig. Diese Untersuchungen sollen die Narkosefähigkeit belegen und diesbezügliche Komplikationen vermeiden.

Ca. zwei bis drei Wochen vor der Operation sollten Sie auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, die eine Blutverdünnung bewirken, da unter diesen Umständen das Risiko einer Nachblutung deutlich erhöht ist (Aspirin etc.). Zudem möchten wir Sie bitten, ebenso in diesem Zeitraum auf Nikotin, Schlafmittel  und Alkohol zu verzichten.
Während der stationären Phase erhalten Sie täglich eine Antithrombosespritze, da Sie in dieser Zeit überwiegend liegen werden. Ein frühzeitiges Herumlaufen unter Entlastung der Bauchdecke ist jedoch erwünscht.

In den ersten Wochen nach der Operation treten häufig Spannungsgefühle und leichte ziehende Schmerzen bei längsgerichtetem Zug auf die Bauchdecke auf. Der Stützverband, der, wie oben erwähnt, ca. sechs Wochen getragen werden sollte, führt zu einer Linderung dieser Beschwerden. Durch zunehmendes Herumlaufen werden Sie jedoch wieder rasch Ihren normalen häuslichen und beruflichen Tätigkeiten nachgehen können.
Die Spannungsgefühle im Narbenbereich werden sich in den ersten zwei bis drei Wochen zurückbilden. Auch nach der Abnahme des Stützverbandes sollten Sie jedoch weitere sechs Wochen auf intensive sportliche Tätigkeiten verzichten (in Abhängigkeit von der Beschwerdesymptomatik).

Anfängliche Schwellungen und Blutergüsse bilden sich nach zwei bis vier Wochen zurück. Die Narbenreifung hingegen dauert einige Monate. Erst nach dieser Zeit ist die rote Farbe der Narben abgeblaßt. Solange sollte die Narbe nicht dem direkten Sonnenlicht bzw. dem UV-Licht im Sonnenstudio ausgesetzt werden.

Für einen komplikationslosen Verlauf ist ebenso ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin während der ersten vier Wochen nach dem Eingriff sinnvoll.


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