Deckung von Hautdefekten

Hautdefekte entstehen als Folge von Verbrennungen, Unfällen oder Operationen. Narben können nicht nur entstellend wirken, sondern führen häufig auch zu funktionellen Einschränkungen. Narben werden nie ganz verschwinden, aber die heutigen Möglichkeiten der plastischen Chirurgie erlauben teilweise dramatische Verbesserungen der Narbenproblematik.

Die Krankenkassen lehnen diese Eingriffe in der Regel nicht ab, es ist aber immer ratsam, vor der Operation einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen und gegebenenfalls eine Prüfung durch den medizinischen Dienst zu erreichen. Im Falle einer Ablehnung besteht aber immer die Möglichkeit die Operation selbst zu bezahlen.

Narbenkorrekturen werden je nach Lage und Größe der Narbe in Lokalanästhesie mit Dämmerschlaf- oder in einer Allgemeinnarkose durchgeführt. Kleine Eingriffe in lokaler Betäubung können ambulant durchgeführt werden.
Bei einer Allgemeinnarkose wird entsprechend der Absprache mit dem Narkosearzt einige Tage vor dem Eingriff eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Werte sollen Auskunft über den Zustand Ihrer Organe, Ihre Stoffwechselsituation bzw. Ihren Blutstatus geben. Unter Umständen ist eine Röntgen¬untersuchung Ihrer Lunge bzw. eine EKG-Untersuchung notwendig. Diese Untersuchungen sollen die Narkosefähigkeit belegen und diesbezügliche Komplikationen vermeiden.

Ca. zwei bis drei Wochen vor der Operation sollten Sie auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, die eine Blutverdünnung bewirken, da unter diesen Umständen das Risiko einer Nachblutung deutlich erhöht ist (Aspirin etc.). Zudem möchten wir Sie bitten, ebenso in diesem Zeitraum auf Nikotin, Schlafmittel und Alkohol zu verzichten.

Der Prozess der Wundheilung mit der Rückbildung der operationsbedingten Schwellung und Blutergussverfärbung benötigt ca. 10-14 Tage, das definitive Ergebnis liegt jedoch erst nach Wochen bis Monaten vor. Die Narbenreifung (bindegewebige Narben in der Tiefe) dauert einige Monate. 
Je nach Absprache mit dem Operateur sollten Sie sechs Wochen auf intensive sportliche Tätigkeiten verzichten.

Nach Entfernung des Verbandes können Sie sich mit desinfizierenden Seifenlösungen duschen, auf ein Vollbad sollte jedoch in den ersten drei postoperativen Wochen verzichtet werden. Ebenso empfehlen wir den Verzicht auf Sauna- und Solarienbesuche innerhalb der ersten zwei Monate.

Für einen komplikationslosen Verlauf ist ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin während der ersten vier Wochen nach dem Eingriff sinnvoll.

Die Krankenkassen lehnen diesen Eingriff mittlerweile fast immer ab, trotzdem haben Sie die Möglichkeit einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen und gegebenenfalls eine Prüfung durch den medizinischen Dienst zu erreichen. Im Falle einer Ablehnung besteht aber immer die Möglichkeit die Operation selbst zu bezahlen.


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