Ganglion („Überbein“)

Ganglien sind die häufigste gutartige Geschwulstbildung im Handbereich. Die häufigste Lokalisation ist am Handrücken über dem Handgelenk. Sie sind meist prall-elastisch und mit einer klaren, gelartigen Flüssigkeit gefüllt. Es findet sich meist ein Stiel zu einem Gelenk oder einer Sehnenscheide, von der sie ausgehen.

Die Schmerzen entstehen durch Reizung eines Nerven. Manchmal bleiben Ganglien in der Gelenkkapsel versteckt so dass sie von außen nicht sichtbar sind, aber trotzdem Beschwerden machen. Ganglien führen neben der sichtbaren Vorwölbung, die unter Umständen ästhetisch stört, vor allem zu Schmerzen, die meist unter Belastung zunehmen. Bei der häufigsten Lokalisation des Ganglions über der Streckseite des Handgelenks kommt es vor allem zu Schmerzen beim Aufstützen.
Im Wesentlichen gibt es drei Möglichkeiten:

  1. Keine Behandlung: Ein Ganglion ist eine harmlose Veränderung und sofern sie ästhetisch nicht stört oder Schmerzen auslöst, muss es nicht operiert werden. Manchmal kommt es auch zu einer spontanen Rückbildung.
  2. Das Absaugen der Flüssigkeit mit einer Spritze: Bei dieser Behandlungsmethode kommt es in ca. 50% zu einer erneuten Füllung des Ganglions. Risiko dabei ist die Infektion, die bei Übergreifen auf das Gelenk schwere Folgeschäden nach sich ziehen kann
  3. Die Operation. Das Ganglion wird komplett mit seinem Stiel zum Gelenk entfernt und die Gelenkkapsel an der Basis des Stiels gefenstert.


Ganglien können in der Regel durch eine einfache Operation entfernt werden können. Ganglien können in bis zu 20% der Fälle wiederkommen. Um die Rezidivgefahr jedoch so gering wie möglich zu halten, sollte die Operation von einem in der Handchirurgie erfahrenen Arzt operiert werden.


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