Nasenkorrekturen

Aufgrund ihrer zentralen Lage im Gesicht besitzt die Nase in unserer Zivilisation einen besonderen Stellenwert. Sie besitzt mehrfache Funktion und Bedeutung: Neben der Atmungs- und Riechfunktion wird sie nicht selten zur Einschätzung von Charakter-, Potenz- und ethnischen Merkmalen herangezogen.

Deformierte Nasen, sei es ursächlich auf einen Unfall zurückzuführen oder angeboren, können die Ursache von erheblichen Problemen bei der Atmung sein und als Folge auch langanhaltende bis chronische Entzündungen der Nasennebenhöhlen unterhalten. Außerdem sind sie häufig der Grund für Hänseleien oder unangebrachte Bemerkungen, die nicht selten als beleidigend empfunden werden.

Ein Eingriff an der äußeren und inneren Nase verändert die Form und verbessert funktionelle Beeinträchtigungen. Den Patienten wird dadurch die Möglichkeit gegeben, ihre Selbstakzeptanz zurückzugewinnen bzw. ihr Selbstwertgefühl zu steigern. Durch die in den letzten Jahren verfeinerten Operationsverfahren sind wir heute in der Lage, eine Nasenkorrektur ohne sichtbare Narben durchzuführen. Nicht selten berichten die Patienten nach diesem Eingriff ein deutlich verbessertes Selbstbewusstsein erlangt zu haben und sowohl im beruflichen als auch im privaten Leben durch ein aktiveres Engagement viele Probleme leichter und besser lösen zu können.

Die Krankenkassen bezahlen diesen Eingriff in der Regel nur, wenn echte funktionelle Probleme vorliegen oder die Veränderung Folge eines Unfalls ist. Die gesetzlichen Unfallversicherungen (Arbeitsunfälle) übernehmen die OP-Kosten für den Fall einer Unfallfolge. Wenn die Kasse die Behandlungskosten nicht übernimmt, haben Sie trotzdem haben die Möglichkeit einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen und gegebenenfalls eine Prüfung durch den medizinischen Dienst zu erreichen. Im Falle einer Ablehnung besteht aber immer die Möglichkeit die Operation selbst zu bezahlen.

Die Nasenkorrektur wird in einer Allgemeinnarkose durchgeführt, welche das Bewusstsein sowie die Schmerzempfindungen für den Zeitraum des operativen Eingriffes ausschaltet. Entsprechend der Absprache mit dem Narkosearzt wird einige Tage vor dem Eingriff eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Werte sollen Auskunft über den Zustand Ihrer Organe, Ihre Stoffwechselsituation bzw. Ihren Blutstatus geben. Unter Umständen ist eine Röntgen¬untersuchung Ihrer Lunge bzw. eine EKG-Untersuchung notwendig. Diese Untersuchungen sollen die Narkosefähigkeit belegen und diesbezügliche Komplikationen vermeiden.

Ca. zwei bis drei Wochen vor der Operation sollten Sie auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, die eine Blutverdünnung bewirken, da unter diesen Umständen das Risiko einer Nachblutung deutlich erhöht ist (Aspirin etc.). Zudem möchten wir Sie bitten, ebenso in diesem Zeitraum auf Nikotin, Schlafmittel  und Alkohol zu verzichten.

Um eine übermäßige Schwellung im Operationsgebiet zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die ersten Tage mit leicht erhöhtem Oberkörper zu liegen und zu schlafen.
Am zweiten Tag nach der Operation wird im Rahmen einer Kontrolluntersuchung die am Schluss der Operation eingelegte Nasentamponade entfernt.

Der Prozess der Wundheilung mit der Rückbildung der operationsbedingten Schwellung und Blutergussverfärbung benötigt ca. 10-14 Tage, das definitive Ergebnis liegt jedoch erst nach Wochen bis Monaten vor. Die Narbenreifung (bindegewebige Narben in der Tiefe) dauert einige Monate. 
Je nach Absprache mit dem Operateur sollten Sie sechs bis zwölf Wochen auf intensive sportliche Tätigkeiten verzichten. Insbesondere Druckerhöhungen im Bereich des Gesichtes, die beim Bücken oder dem Tragen von schweren Gegenständen auftreten, können zum Zerreißen kleinerer Blutgefäße mit nachfolgender Blutung führen.

Ab dem vierten Tag können Sie sich mit desinfizierenden Seifenlösungen duschen und vorsichtig Haare waschen (Kopf nach hinten), auf ein Vollbad sollte jedoch in den ersten drei Wochen nach der Operation verzichtet werden. Ebenso empfehlen wir den Verzicht auf Sauna- und Solarienbesuche innerhalb der ersten zwei Monate.

Für einen komplikationslosen Verlauf ist ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin während der ersten vier Wochen nach dem Eingriff sinnvoll.


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