Oberlidstraffung

Die Augen bzw. die gesamte Augenpartie spiegeln zum nicht unwesentlichen Anteil unseren inneren Zustand, unsere Gefühle, Ängste, Schmerzen oder auch Freude und Hoffnung wieder. Die altersbedingten Veränderungen im Bereich dieser zarten und feinen Hautstrukturen führen, gerade am Oberlid, nicht selten Einschränkungen des Gesichtsfeldes führen zu einem kompensatorischen Anheben der Augenbrauen mit nachfolgender Faltenbildung im Stirnbereich.

Weder Massagen und Gesichtsmasken, noch die Anwendung spezieller Salben können diesen Zustand wirkungsvoll beeinflussen. Lediglich die operative Korrektur ist imstande, eine Verbesserung oder Beseitigung der altersbedingten Veränderungen zu bewirken.

Erfolgsaussichten
Die Korrektur der Ober- und Unterlider, die einzeln oder kombiniert erfolgen kann, führt zu einem deutlich „frischeren“ Gesichtsausdruck und einem jugendlicheren Aussehen. Bei ausgeprägten Befunden im Oberlidbereich mit zusätzlich abgesunkenen Augenbrauen ist vor der Oberlidstraffung eine Stirnstraffung zu empfehlen. Bei nur leicht abgesunkenen Augenbrauen kann in gleicher Sitzung ein Anheben der Augenbrauen und eine Oberlidstraffung erfolgen.

Ihre Freunde und Bekannten werden Sie auf Ihr frisches und jugendliches Aussehen ansprechen, ohne jedoch den stattgehabten Eingriff zu erahnen. Bei realistischen Erfolgsansprüchen ist aufgrund gesteigerter Selbstsicherheit mit wiedergewonnener Lebensfreude ein positiver Effekt auf die weitere Lebensge¬staltung gegeben.

Die Krankenkassen lehnen diesen Eingriff mittlerweile fast immer ab, trotzdem haben Sie die Möglichkeit einen Antrag auf Kostenübernahme zu stellen und gegebenenfalls eine Prüfung durch den medizinischen Dienst zu erreichen. Im Falle einer Ablehnung besteht aber immer die Möglichkeit die Operation selbst zu bezahlen.
Die verschiedenen Operationsmethoden
Die Altersveränderungen sind von Mensch zu Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt. Ebenso empfindet jeder Mensch sein äußeres Erscheinungsbild anders. Das zu wählende Verfahren der Lidkorrektur richtet sich somit zum Einen nach der anatomischen Beschaffenheit und zum Anderen nach den Korrekturwünschen des Patienten.

Überschüssige Haut an den Ober- und Unterlidern wird entfernt. Häufig besteht zusätzlich aufgrund von vermehrt in Erscheinung tretendem Fettgewebe unterhalb des Augenringmuskels die Notwendigkeit der Entfernung bzw. Verlagerung dieser Fettgewebsanteile. Bei überproportional stark angelegter Augenringmuskulatur erfolgt die partielle Entfernung und Neupositionierung dieser Strukturen.

Die Schnittführung befindet sich am Oberlid in der Umschlagsfalte zwischen der dem Augenlid aufliegenden Haut und der der Augenhöhle zuzuordnenden Haut. Am Unterlid wird wenige Millimeter unterhalb der Wimpernreihe geschnitten. Diese Narben laufen am Ober- und Unterlid in den seitlichen „Lachfältchen“ aus und sind in aller Regel nicht sichtbar.

Besteht im Bereich der Unterlider lediglich ein Fettgewebsüberschuss ohne Hautüberschuß, kann die Schnittführung in die Augenschleimhaut verlagert werden und ist somit vollständig unsichtbar.
Die Oberlidkorrektur kann in örtlicher Betäubung mit zusätzlichem „Dämmerschlaf“ durchgeführt werden. Für die Unterlidstraffung empfehlen wir eine Vollnarkose, welche das Bewußtsein sowie die Schmerzempfindungen für den Zeitraum des operativen Eingriffes ausschaltet. Auch hier ist jedoch die lokale Betäubung möglich.

Entsprechend der Absprache mit dem Narkosearzt wird einige Tage vor dem Eingriff eine Blutuntersuchung durchgeführt. Die Werte sollen Auskunft über den Zustand Ihrer Organe, Ihre Stoffwechselsituation bzw. Ihren Blutstatus geben. Unter Umständen ist eine Röntgen¬untersuchung Ihrer Lunge bzw. eine EKG-Untersuchung notwendig. Diese Untersuchungen sollen die Operationsfähigkeit belegen und diesbezügliche Komplikationen vermeiden. 

Ca. zwei bis drei Wochen vor der Operation sollten Sie auf die Einnahme von Medikamenten verzichten, die eine Blutverdünnung bewirken, da unter diesen Umständen das Risiko einer Nachblutung deutlich erhöht ist (Aspirin etc.). Zudem möchten wir Sie bitten, ebenso in diesem Zeitraum auf Nikotin, Schlafmittel  und Alkohol zu verzichten.
Unmittelbar nach dem Eingriff fühlen Sie sich schläfrig. Schmerzen treten zu diesem Zeitpunkt meist nicht auf. Um eine übermäßige Schwellung im Operationsgebiet zu vermeiden, ist es vorteilhaft, die ersten Tage in leicht sitzender Position zu liegen und zu schlafen.

Der Prozeß der Wundheilung mit der Rückbildung der operationsbedingten Schwellung benötigt ca. 10-14 Tage, das definitive Ergebnis liegt jedoch erst nach Wochen bis Monaten vor.

Nach ca. fünf bis sieben Tagen werden im Rahmen eines Verbandswechsels die Pflasterverbände entfernt und die Fäden gezogen.

Die ersten Wochen nach dem Eingriff
Anfängliche Schwellungen und Blutergüsse bilden sich nach ca. zwei Wochen zurück. Die Narbenreifung hingegen dauert einige Monate. Solange sollte die Narbe nicht dem direkten Sonnenlicht bzw. dem UV-Licht im Sonnenstudio ausgesetzt werden.

Je nach Absprache mit dem Operateur sollten Sie sechs bis zwölf Wochen auf intensive sportliche Tätigkeiten verzichten. Insbesondere Druckerhöhungen im Bereich des Gesichtes, die beim Bücken oder dem Tragen von schweren Gegenständen auftreten, können zu Nachblutungen führen.

Ab dem sechsten Tag können Sie sich auch im Wundbereich mit desinfizierenden Seifenlösungen duschen, auf ein Vollbad sollte jedoch in den ersten drei postoperativen Wochen verzichtet werden. Ebenso empfehlen wir den Verzicht auf Saunabesuche innerhalb der ersten zwei Monate.

Wir empfehlen, die Wundheilung nach Fadenzug durch die regelmäßige Anwendung von Hautlotionen bzw. –salben (z.B. Bepanthen Augensalbe) zu unterstützen. 

Für einen komplikationslosen Verlauf ist ebenso ein Verzicht auf Alkohol und Nikotin während der ersten vier Wochen nach dem Eingriff sinnvoll.


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